Arbeitskraftabsicherung Alternativen 2021

Schwere Krankheiten Vorsorge / Dread Disease Versicherung

Alternativen zur Arbeitskraftabsicherung | Dread Disease
Alternativen zur Arbeitskraftabsicherung | Dread Disease

Die Schwere Krankheiten Vorsorge (auch als sog. Dread Disease Versicherung bekannt) ist eine Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung als Arbeitskraftabsicherung. Die Schwere Krankheiten Versicherung ist eine Personenversicherung, welche bei Eintritt einer schweren Krankheit (wie z.B. Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall, Multiple Sklerose, Erblindung, Taubheit, Verbrennungen etc.) eine Einmalzahlung in Höhe der vereinbarten Versicherungssumme auszahlt.

Die verschiedenen Tarife der Schwere Krankheiten Versicherung unterscheiden sich in der Anzahl der versicherten Krankheitsbilder, in den Leistungen (bspw. Mitversicherung von Kindern, Versicherung einer zweiten Person, Nachversicherungsgarantien, weltweiter Versicherungsschutz, Zusatzoptionen, lebenslanger Versicherungsschutz), den Beitr√§gen und nat√ľrlich in den Bedingungswerken (wie z.B. Karenzzeiten, Wartezeiten, Dynamik).

Grundfähigkeitsversicherung

Die Grundfähigkeitsversicherung ist eine Form der Arbeitskraftabsicherung, die bei einer Einschränkung von sog. Grundfähigkeiten eine monatliche Rente zahlt. Der Leistungsfall kann folglich das Resultat einer Krankheit, eines Unfalls, einer Körperverletzung oder eines Kräfteverfalls sein.

Die Grundfähigkeitsversicherung ist eine der Möglichkeiten, die Arbeitskraft einer Person abzusichern. Alternativen zur Grundfähigkeitsversicherung sind u.a. die bekannte und weit verbreitete Berufsunfähigkeitsversicherung, aber auch die Schwere Krankheiten Versicherung (sog. Dread Disease Versicherung), die Erwerbsunfähigkeitsversicherung und zum Teil auch die Unfallversicherung.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Die Berufsunf√§higkeitsversicherung ist √ľblicherweise die klassische Absicherung der Arbeitskraft und wird von den meisten Vermittlern und Verbrauchersch√ľtzern empfohlen.

Als Berufsunf√§higkeit wird dabei der Zustand bezeichnet, wenn eine Person aufgrund von Krankheit, K√∂rperverletzung oder Kr√§fteverfalls nicht mehr im Stande ist, seinen Beruf oder eine andere T√§tigkeit auszu√ľben, die er auf Grund seiner Ausbildung und Erfahrungen, also seiner erworbenen Kenntnisse und F√§higkeiten aus√ľben kann und die seiner bisherigen Lebensstellung entspricht.

Berufsunf√§higkeit kann folglich entweder vollst√§ndig oder teilweise eintreten. Dieser Zustand der Berufsunf√§higkeit wird in einem Prozentsatz ausgedr√ľckt (z.b. 50% berufsunf√§hig). Auch fortdauernde Pflegebed√ľrftigkeit und dadurch bedingter Arbeitsunf√§higkeit gilt hierbei als Berufsunf√§higkeit. Mit Hilfe einer Berufsunf√§higkeitsversicherung k√∂nnen sich Berufst√§tige gegen die finanziellen Folgen einer Berufsunf√§higkeit absichern.

Erwerbsunfähigkeitsversicherung

Auch die Erwerbsunf√§higkeitsversicherung ist eine Form der Arbeitskraftabsicherung und kann ebenfalls als Alternative angesehen werden. Erwerbsunf√§higkeit bezeichnet den Zustand, wenn ein Mensch aufgrund einer Krankheit oder eine Behinderung nicht mehr in der Lage ist, seinen Lebensunterhalt durch die Aus√ľbung einer beruflichen T√§tigkeit zu verdienen.

Anders als bei der Berufsunf√§higkeitsversicherung bleiben die bisherige Lebensstellung und das bisherige erzielte Einkommen, sowie die Arbeitsmarktlage dabei unber√ľcksichtigt. In Deutschland spielt der Begriff der Ewerbsunf√§higkeit besonders f√ľr die Inanspruchnahme einer Rente wegen Erwerbsminderung aus der gesetzlichen Rentenversicherung eine Rolle.

Seit dem 01.01.2005 spielt die Erwerbsunf√§higkeit auch eine Rolle bei der Pr√ľfung ob ALG II (Arbeitslosengeld II) oder Sozialhilfe gew√§hrt wird. H√§ufig werden die Begriffe Erwerbsunf√§higkeit und Berufsunf√§higkeit¬†synonym gebraucht. Doch dies ist falsch. Erwerbsunf√§higkeit und Berufsunf√§higkeit m√ľssen klar voneinander getrennt werden.

Sp√§testens bei der Inanspruchnahme von Rentenleistungen in Form einer Erwerbsunf√§higkeitsrente oder einer Berufsunf√§higkeitsrente merken Betroffene den Unterschied. Daher ist eine Erwerbsunf√§higkeitsversicherung auch g√ľnstiger als eine Berufsunf√§higkeitsversicherung, leistet jedoch auch in weniger F√§llen als die Berufsunf√§higkeitsversicherung.

Von der Leistungswahrscheinlich ist die Grundfähigkeitsversicherung eher vergleichbar mit der Erwerbsunfähigkeitsversicherung.

Unfallversicherung

Die Unfallversicherung ist ebenfalls eine Möglichkeit der Arbeitskraftabsicherung. Diese leistet im Falle einer unfallbedingten Invalidität. Somit wird im Versicherungsfall eine festgelegte Einmalzahlung (sog. Invaliditätsleistung) geleistet oder eine monatliche Rente (sog. Unfallrente) gezahlt.

Eine private Unfallversicherung ist f√ľr alle Personengruppen sinnvoll, sowohl f√ľr Angestellte als auch f√ľr Selbst√§ndige. Zwar sch√ľtzt die gesetzliche Unfallversicherung gegen Unf√§lle im Rahmen der Arbeit, jedoch geschehen die meisten Unf√§lle erwiesenerma√üen in der Freizeit.

Sollte ein solcher Unfall in der Freizeit zu einer teilweisen Invalidit√§t f√ľhren, geht dies mit sehr hohen Kosten f√ľr die betroffene Person einher. Eine private Unfallversicherung ist daher f√ľr alle Personen wichtig und sinnvoll, sowohl f√ľr Erwachsene als auch f√ľr Kinder und Jugendliche. Denn nur eine private Unfallversicherung kann die L√ľcke schlie√üen, die durch die gesetzliche Unfallversicherung entsteht.

 

Diese Seite bewerten?

Durchschnittliche Bewertung 4.2 / 5. Anzahl Bewertungen: 125

Bisher keine Bewertungen! Sei der Erste, der diesen Beitrag bewertet.